Bei Ihrem Tier besteht der Verdacht einer Futtermittelallergie und Ihnen wurde zu einer Ausschlussdiät geraten.
Dabei besteht diese Allergie in den seltensten Fällen gegen Getreidebestandteile und Gluten, sondern gegen ein tierisches Eiweiß in den herkömmlichen Fleischbestandteilen ihres Tierfutters. Die häufigsten Allergieauslöser sind hierbei Rind und Geflügel, was in nahezu jedem konventionellen Futtermittel zu finden ist.
Der einzige Weg eine Futtermittelallergie zu beweisen ist eine konsequente Ausschlussdiät, die Sie für mindestens 8 Wochen füttern sollten.
Diese besteht aus einer neuen Eiweiß- und Kohlenhydratkomponente, die vorher noch nie gefüttert wurde. Wichtig ist, dass ausschließlich dieses Futter gefüttert wird, da jedes Leckerli mit anderen Bestandteilen Ihren Erfolg wieder zunichtemachen kann (es besteht die Möglichkeit passende Leckerlies zu finden).
Deinen tierischen Freund richtig absichern
Der Abschluss einer Krankenversicherung für Haustiere ist zu empfehlen, um die Kosten für notwendige tierärztliche Versorgung und Medikamente zu decken.
Dabei stehen Ihnen verschiedene, speziell für Ausschlussdiäten konzipierte Futtermittel zur Verfügung. Diese Futtermittel sind nur mit einem Rezept oder beim Tierarzt erhältlich (im Zooladen erhältliche Diätfuttermittel sind nur geeignet, wenn man die Allergene kennt).
Es ist ebenfalls möglich diese Diät selbst zu kochen, beispielsweise mit frischen Pferdefleisch und Süßkartoffeln, wenn Ihr Tier die Fertigfuttermittel nicht annehmen sollte.
Vorgehen
- Dauer: Mindestens 8 Wochen.
- Ernährungsplan:
- Nur eine neue Eiweiß- und Kohlenhydratquelle , die Ihr Tier noch nie gefressen hat.
- Beispiel: Büffel und Süßkartoffeln, Pferd und Kartoffeln.
- Wichtig: Strikte Einhaltung – keine anderen Leckerlis oder Snacks (spezielle Diät-Leckerlis können verwendet werden).
- Futtermittel:
- Fertigfutter: Produkte wie z.B. Vet-Concept DogSana Büffel/ Pferd/ Ziege/ Känguru/ Ente/ Kaninchen/ Rentier, Hill`s z/d oder Royal Canin Hypo-/Anallergenic (erhältlich über den Tierarzt).
- Selbstgekocht: Frische Zutaten wie Pferdefleisch und Süßkartoffeln.
Provokationstest
- Wenn nach acht Wochen alle Symptome verschwunden sind, kann man mit der Identifizierung des Allergens beginnen. Dazu füttert man eine einzelne bekannte Eiweißquelle (also z.B. wieder Rindfleisch).
- Beobachten Sie, ob Symptome wie Juckreiz, Durchfall oder Erbrechen auftreten.
- Zwischen zwei verschiedenen Provokationen sollte wieder für mindestens drei Wochen die Ausschlussdiät verfüttert werden.
Dokumentation
Ein Fütterungsprotokoll hilft, Fortschritte zu verfolgen und Reaktionen zu dokumentieren. Beispiel:
- Wöchentliche Angaben zu Juckreiz, Durchfall, Erbrechen während der Ausschlussdiät.
- Nach der Diät: Testweise Fütterung von Eiweißquellen mit gleicher Dokumentation.
Wichtige Hinweise
Diese Diät erfordert strenge Disziplin und Geduld. Futtermittelallergien können nur durch konsequentes Vorgehen nachgewiesen werden. Rücksprache mit dem Tierarzt bei Unsicherheiten